Three … Nightmares

Three... Nightmares- CoverThree… Nightmares ist kein einzelner Film, sondern eine Sammlung von drei Kurzfilmen von drei verschiedenen Regisseuren aus drei verschiedenen Ländern. Dieses Konzept wurde zwei Jahre später mit Three… Extremes weiterverfolgt. Dem Zuschauer werden drei recht unterschiedliche Einblicke zu dem Thema Tod gewährt, wobei nur der erste Beitrag (Memories) als Horror-Film bezeichnet werden kann.

Memories wurde von dem koreanischen Drehbuchautor und Regisseur Kim Jee-woon geschaffen, der u.a. für die Filme Bittersweet Life, A Tale of Two Sisters oder The Good, The Bad, The Weird verantwortlich war. Bei Memories geht es um einen Mann, dessen Frau spurlos verschwunden ist. Der Mann leidet seit dem Tag an Amnesie und ihn verfolgen verstörende Wahnvorstellungen. In der Zwischenzeit wacht seine Frau mitten auf der Straße auf und versucht sich zu erinnern was geschehen war. Auf dem Weg nach Hause kehren die Erinnerungen allmählich zu ihr zurück…

Kim Jee-woon lässt in diesem Beitrag sein Können aufblitzen und lässt den Zuschauer seinen subtilen Horror spüren. Zugegebenermaßen sind die Zutaten dieses Films bekannt (lange schwarze Haare…), aber was daraus gemacht wird, kann sich sehen lassen. Mit harten Schnitten und einer sehr gelungenen Soundkulisse werden einige Schockmomente geschaffen.

The Wheel ist der thailändische Beitrag von dem Regisseur Nonzee Nimibutr und handelt von verfluchten Puppen, die ihren Besitzer in den Tod jagen und eigentlich vernichtet werden sollten, doch von einem ehrgeizigen Künstler für seine eigene Show verwendet werden sollen…

Dieser Beitrag versucht sicherlich ein Horror-Film zu sein, scheitert aber gnadenlos. Nach dem Motto: „Gewollt, aber nicht gekonnt“ stimmt hier rein gar nichts, was auch nur ein bisschen Schrecken verbreiten könnte. Da der Film dem Zuschauer weiter nichts bietet, außer Leuten, die etwas mit der Puppenkunst „Hun Lakorn Lek“ oder der Tanzkunst „Khon“ anfangen können, kann dieser Beitrag getrost vergessen werden.

Going Home ist der Beitrag aus Hongkong von Peter Chan. Der Kameramann war hierbei übrigens Christopher Doyle (Infernal Affairs, 2046, Hero). Die Geschichte handelt von dem Polizisten Wai, der zusammen mit seinem Sohn in einen runtergekommenen Wohnblock zieht. Kurze Zeit später verschwindet sein Sohn und Wai verdächtigt seinen Nachbarn…

Going Home stellt sicherlich den interessantesten Beitrag dieser drei Kurzfilme dar. Was zunächst als eine Art Horror-Film beginnt, entwickelt sich zu einem (Mystery-) Thriller und endet schließlich als Drama.

Eine Empfehlung für diese DVD zu geben ist schwer. Wer asiatische Filme mag, kann hier sicherlich bedenkenlos zuschlagen. Auch für Interessierte der asiatischen Filmkunst bietet sich diese DVD an, da sie einen guten Einblick und Überblick gewährt. Wer auf der Suche nach Horror-Filmen ist, sollte von Three… Nightmares allerdings die Finger lassen. Da The Wheel ziemlich abfällt, Memories dafür umso mehr überzeugt und Going Home zumindest interessant ist, schwank hier die Qualität des Inhaltes extrem. Leider gibt es bis auf ein paar Trailer und eine Bildergalerie kein weiteres Bonusmaterial.

23. Februar 2013 | Verfasst von in Asiatische Filmkunst | 0 comments

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