The Untouchables

Viele bekannte Namen. Ein bekannter Regisseur. Leider dennoch nur ein mittelmäßiger Film, zu dem ich nie einen Zugang finden konnte. The Untouchables sollte wohl Kult sein – ist es aber für mich nicht.

Im Jahre 1930 herrscht die Prohibition in Chicago und mit ihr der Alkoholschmuggel. Der führende Gangsterboss zu dieser Zeit ist Al Capone, der ganz Chicago zu beherrschen scheint. Ein ehrgeiziger Bundesagent stellt sich ihm in den Weg und hat sich als Ziel vorgenommen Al Capone zu verhaften. Doch Korruption und Verrat erschweren seine Arbeit, so dass er sich ein kleines Team von vier Personen zusammenstellt, auf die er sich verlassen kann und die unbestechlich sind. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach Beweisen, um Al Capone schnappen zu können. Doch je mehr Erfolge sie verbuchen können und je mehr sie dem Gangsterboss auf die Pelle rücken, desto gefährlicher wird es für jeden von ihnen…

Brian De Palmas The Untouchables beruht im Kern auf wahren Ereignissen, die im gleichnamigen Buch von Oscar Fraley niedergeschrieben wurden. Die Geschichte um Eliot Ness, der mit ausgesuchten Verbündeten gegen den Schwerverbrecher Al Capone vorgeht. Dabei übernehmen aus heutiger Sicht wahre Stars die jeweiligen Rollen, wie z.B. Kevin Costner, Andy Garcia, Sean Connery oder natürlich Robert De Niro als Al Capone. Man darf aber nicht vergessen, dass der Film mittlerweile über 25 Jahre alt ist und damals nur Sean Connery und Robert De Niro wirklich berühmt waren.

Über die schauspielerische Leistung eines Robert De Niro braucht man nicht viel zu sagen. Auch Kevin Costner macht seine Arbeit überzeugend, wobei seine deutsche Synchronstimme wirklich furchtbar ist und er diesen peinlichen Hut tragen musste. Bei The Untouchables fehlt mir persönlich die Tiefe in der Handlung und der Bezug zu den Charakteren, was vielleicht darauf zurück zuführen ist, dass der Film nur knappe zwei Stunden Spielzeit bietet, was zu kurz ist, um einen epischen Rahmen schaffen zu können. Positiv anzumerken ist der Soundtrack von Ennio Morricone und vor allem das Hauptthema des Films wahrlich mit Kultcharakter. Auch bietet der Film gegen Ende die berühmte Bahnhofsszene mit der Treppe, die auch schon in Die nackte Kanone parodiert wurde. Das schöne Digipak mit einem zweiseitigen Poster und das Bonus-Material (ca. 54 min.) sprechen sicherlich für den Kauf dieser DVD.

The Untouchables ist für mich leider nur ein Gangsterfilm zweiter Klasse. Abgesehen von Robert De Niro und den unbestreitbaren Fähigkeiten von Brian De Palma wirken die Kulissen ziemlich künstlich, der Handlung fehlt es an Tiefe und Sean Connery wirkt völlig unpassend für diesen Film. The Untouchables ist sicherlich kein schlechter Film, den man auch ruhig anschauen sollte, dennoch wird man am Ende feststellen, dass man schon weit bessere Gangsterfilme gesehen hat.

1. Februar 2013 | Verfasst von in Hollywood, Independent & Co | 0 comments

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