The Happiness of the Katakuris

The Happiness Of The Katakuris - CoverMiike macht es möglich: Ein abgedrehter Komödien-Knetfiguren-Musical-Spaß! Bei diesem Film ist alles möglich.

Im Jahre 1998 schuf der koreanische Regisseur und Drehbuchautor Kim Jee-Woon eine schwarze Komödie mit seinem Film The Quiet Family bei dem es um eine Familie geht, die nach der Eröffnung ihrer Pension einige Todesfälle zu beklagen hat. Um weitere Gäste nicht davon abzuschrecken, werden die kürzlich Verstorbenen in der Nähe der Pension begraben. Dass das nicht gut gehen kann, wird dem Zuschauer bald klar und so bricht im Laufe der Zeit das unvermeidliche Chaos aus. Dies ist soweit die Grundlage, der sich der japanische Kultregisseur Takashi Miike bedient, um mit seiner Version The Happiness of the Katakuris die Filmwelt (wieder einmal) zu „erschüttern“. Doch alles der Reihe nach – zunächst die Handlung:

Die Familie Katakuri (Urgroßvater, Mutter, Vater, Sohn, Tochter und Urenkel) siedeln in die Natur, um mit der neueröffneten Pension ein sorgenfreies Leben zu führen. Doch entpuppt sich der Standort ihrer Pension als völliger Fehlgriff, da sich dort kein einziger Mensch blicken lässt. In dieser schwierigen Situation wird der Zusammenhalt der Familie auf eine harte Probe gestellt bis eines Tages tatsächlich der erste Besucher erscheint. Doch die Freude über den ersten Gast währt nicht lange. Am nächsten Morgen wird er nämlich Tod in seinem Zimmer aufgefunden. Um den Ruf ihrer Pension nicht zu schädigen, entschließt sich die Familie schließlich die Leiche auf dem weiteren Grundstück zu vergraben. In der nächsten Zeit nimmt die Besucheranzahl zwar erheblich zu, doch steigt auch mit ihr die Todesrate der Katakuri Pension und die Familie bekommt immer mehr Probleme mit der Leichenentsorgung…

Es sei zunächst einmal klargestellt, dass The Happiness of the Katakuris kein Horrorfilm ist, sondern größtenteils ein Musical. Ja, ein Musical! Das ist da, wo Leute tanzen und singen. Doch wird es hier so übertrieben und so „miserabel“ dargestellt, dass es wirklich sehr unterhaltend ist. Zu dem Musical-Part gibt es noch relativ viele Knet-Animationen, vor allem bei den actionlastigeren Szenen. Einen Karaoke-Abschnitt gibt es auch noch im Film, dass dürfte jetzt mittlerweile wenig überraschend sein. Der Film kommt allgemein sehr „billig“ und trashig rüber, was das ansonsten positive Bild des Films (im wahrsten Sinne des Wortes) trübt. Dennoch sei bei aller Objektivität festzuhalten, dass dieser Film nicht nur außergewöhnlich ist, sondern auch vollkommen zu empfehlen. Nicht zuletzt durch das gelungene Bonus-Material mit Audiokommentar, Making of, Interviews etc. Vorausgesetzt man stellt sich auf ein „total beknacktes Musical“ ein.

22. Februar 2013 | Verfasst von in Asiatische Filmkunst | 0 comments

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