The Guys from Paradise

Ein Miike-Film, den man sich ersparen sollte…

Ein japanischer Geschäftsmann namens Kohei wird auf den Philippinen wegen Drogenschmuggels festgenommen und ins hiesige Gefängnis gesteckt. Als einer von wenigen Japanern wird ihm schnell bewusst, dass das Leben unter den vielen anderen einheimischen Gefängnisinsassen schnell ungemütlich werden kann. Zu seinem Glück lernt er im Gefängnis den Yakuza-Boss Yoshida kennen, der ihm wohlgesinnt ist und ihn unter seine Fittiche nimmt. Kohei merkt schnell, dass man mit Geld selbst im Gefängnis ein schönes Leben haben kann. Als Yoshida von einem Killer Wind bekommt, der auf ihn angesetzt wurde, muss er fliehen und Kohei begleitet ihn…

Mit The Guys from Paradise hat der japanische Kultregisseur Takashi Miike es leider versäumt einen richtig guten Knastfilm zu machen. Stattdessen vermitteln die Bilder vom Gefängnis eher einen Urlaubseindruck. Zu Beginn lässt der Film sowas wie eine Gefängnisatmosphäre zu, als der Hauptcharakter eingeschlossen wird. Im Laufe des Films verblasst diese Atmosphäre wieder und beraubt den Film so seiner Grundlage. Es sind auch kaum Einflüsse des Regisseurs zu erkennen, die es wert wären, dass man sie erwähnt. Was Miike mit diesem Film auch aussagen wollte, bleibt wohl sein Geheimnis. Über knapp zwei Stunden passiert so gut wie nichts und der Hauptcharakter pendelt zwischen Hoffnung auf Befreiung aus dem Gefängnis und einigen Aufträgen für den Yakuza-Boss, die er außerhalb (!) des Gefängnisses erledigt. Ich konnte persönlich keinen Bezug zu diesem Film herstellen und egal wer den Film auch gemacht hat – Miike hin oder her – Der Film ist pure Zeitverschwendung.

Die DVD bietet neben dem Hauptfilm noch ca. 22 min. an Bonusmaterial bestehend aus Bildern von der Filmpremiere, Behind the scenes, Trailern und einem Interview mit Miike. Zudem gibt es an einigen Stellen japanische Zwangsuntertitel, obwohl der Film komplett deutsch synchronisiert ist. Wie der Untertitel des Films „Die Hölle von Manila“ (leider) treffend beschreibt, so wirkt der Streifen auch – es ist nämlich die Hölle für den Zuschauer diesen Film zu ertragen.

1. Februar 2013 | Verfasst von in Asiatische Filmkunst | 0 comments

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