The Call

Der Meister selbst versucht sich im eher klassischen Genre und liefert ein Mainstreamprodukt ab, welches nicht so recht überzeugen kann, da es einfach nur durchschnittlich ist. Ein 08/15-Asia-Horror.

Mysteriöse Anrufe gehen um und kündigen der jeweiligen Person den eigenen Tod an. So auch der jungen Yoko, die zwei Tage nach dem Anruf auf eine schreckliche Weise ums Leben kommt. Ihre Freundin Yumi versucht daraufhin den Tod Yokos zu erklären und muss mit ansehen, wie zwei weitere Freunde sterben. In ihrer Verzweiflung gefangen klingelt plötzlich Yumis Handy und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt…

Eine kreischende Hauptdarstellerin, ein (böses) weibliches Wesen mit langen schwarzen Haaren und motorischen Problemen und einige Opfer, dazu die richtigen Soundeffekte – fertig ist ein weiterer Horrorfilm aus Japan. Der Film The Call erfindet das Genre beim besten Willen nicht neu, weiß aber durch die Anwendung der Standardelemente solcher Gruselfilme durchaus zu überzeugen. Die Tatsache, dass der Kultregisseur Takashi Miike hier seine Finger im Spiel hatte wirkt sich nicht sonderlich auf den Film aus. Vielmehr werden dem Zuschauer viele Parallelen zu anderen Filmen wie The Ring oder Ju-on: The Grudge geboten. Freunde des Genres kommen auf ihre Kosten. Leider sind die richtigen Schockmomente eher sparsam im Film verteilt. Vielleicht liegt es aber auch an der Tatsache, dass vieles vorhersehbar ist.

Die Special Edition bietet zwar über 80 Minuten Bonusmaterial, dieses ist aber genauso informativ und interessant wie das Anschauen des Abspanns. The Call ist ein durchschnittlicher Horrorfilm – nicht mehr und nicht weniger.

1. Februar 2013 | Verfasst von in Asiatische Filmkunst | 0 comments

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