The Bird People in China

The Bird People In China - CoverAusnahmsweise ein familienfreundlicher sowie eindringlicher Miike-Film mit toller Botschaft und viel Inhalt ohne Skurrilitäten und Gewalt. Miike weiß zu überraschen und in dem Fall bestätigt die Ausnahme wohl die Regel.

Ein japanischer Angestellter soll einen Kollegen vertreten und für ihn eine Geschäftsreise ins Ausland unternehmen. Die Reise führt den jungen Mann in die tiefste Provinz Chinas. Dort soll er im Auftrag seiner Firma neue Geschäftskontakte knüpfen und ins Edelsteingeschäft einsteigen. Auf dem Weg in das Dorf, wo ein reichliches Jade-Vorkommen existieren soll, schließt sich ihm ein Yakuza namens Ujiie an, der behauptet, dass die Firma des jungen Mannes ihm und seiner „Gemeinschaft“ Geld schuldet und er es sich jetzt in Form von Edelsteinen zurück holen will. Gemeinsam mit ihrem Reiseführer Shen machen sich die Drei nun auf den Weg in das besagte Dorf. Die Reise ist aber sehr beschwerlich und mit der Zeit gerät ihr eigentlicher Grund des Besuches in den Hintergrund und die zwei Japaner sind von der idyllischen Ruhe und Atmosphäre der chinesischen Natur und Lebensart immer stärker fasziniert bis sich am Ende die Frage stellt, ob die beiden Männer zurück nach Japan kehren sollen und von dem Jade-Vorkommen berichten. Dies würde aber mit großer Wahrscheinlichkeit das beschauliche Örtchen zerstören…

Miike weiß zu überraschen… mal wieder! Nachdem mich schon Big Bang Love völlig überzeugen konnte, schlägt The Bird People in China in dieselbe positive Richtung. Im ruhigen Erzähltempo wird eine heitere Geschichte über zwei Männer erzählt, die aufbrachen um Geld zu machen und zurückkamen als veränderte Menschen. Während der Laufzeit von knapp zwei Stunden kommt überraschenderweise keine Langeweile auf, obwohl die erste Hälfte des Films von der Reise zum Dorf handelt und kaum Höhepunkte im konventionellen Sinn bietet. Bei allen komödiantischen Einlagen, die manchmal Richtung Slapstick abschweifen ohne zu albern zu wirken, bietet der Film auch ruhige und ernste bzw. nachdenkliche Momente. Die viel beschriebene mangelnde Qualität der DVD kann ich nur bestätigen, aber lasst euch nicht davon abschrecken. Es lohnt sich trotzdem den Film anzuschauen, da The Bird People in China sowieso seine Stärken im Inhalt anstatt in der Optik besitzt. Also: Einschalten, zurücklehnen und genießen!

22. Februar 2013 | Verfasst von in Asiatische Filmkunst | 0 comments

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