Samurai Fiction

Der Samurai-Klamauk bietet eine gute Mischung aus Tradition und Moderne. Wirkt an manchen Stellen aber nicht ausgereift und bietet so höchstens nur Unterhaltung für Zwischendurch.

Samurai Kazamatsuri wird das wertvolle Schwert des Shoguns überreicht. Doch anstatt es zu bewachen und sicherzustellen, flieht Kazamatsuri samt dem Schwert. Um Unruhe zu vermeiden ordnet Kanzler Kanzen an ein Duplikat des Schwertes herzustellen. Sein Sohn Heishiro reagiert hingegen etwas hitzköpfiger und will unbedingt Kazamatsuri finden und ihn für seinen Diebstahl bestrafen. Zusammen mit seinen beiden Freunden zieht er los. Als sie aber Kazamatsuri gegenüberstehen, müssen sie zunächst eine herbe Niederlage hinnehmen…

Mit Samurai Fiction legte Drehbuchautor und Regisseur Hiroyuki Nakano sein Debüt ab. Dabei entstand ein alles andere als seröser Samurai-Film (was auch nicht die Intention war). Vielmehr geht es hier um eine Komödie in der typischen asiatischen Art. Wer kunstvoll choreographierte (Schwert-)Kämpfe erwartet wird enttäuscht werden. Wer sich aber auf eine ausgelassene Story und Darsteller einstellt, kann seinen Spaß an Samurai Fiction haben. Inspiriert nicht nur durch die Thematik der alten Samurai-Filme, sondern auch durch die s/w-Optik (mit wenigen Ausnahmen) wirkt dieser Film optisch ansprechend. Der Musiker Tomoyasu Hotei, der auch die Figur des Kazamatsuris verkörpert, schuf zudem einen passenden Soundtrack mit modernen Beats. Im Großen und Ganzen ist Samurai Fiction ein gelungener netter Film für Zwischendurch. Teilweise erinnert er durch seine Lockerheit und die Charaktere an ein Manga. Leider ist die Laufzeit von ca. 106 min. (ohne Abspann) etwas zu lang geraten. Man hat teilweise das Gefühl als zerstreue sich die Handlung in Nebensächlichkeiten. Auch bleibt die Frage nach dem Grund des Diebstahls offen. Da wurde meiner Meinung etwas Potenzial verschenkt. Die Verpackung im Pappschuber mit Poster und dem nicht übermäßigen, aber dennoch sehenswerten Bonusmaterial mit Making of, Interview etc. (ca. 30 min.) kann sich sehen lassen.

20. Januar 2013 | Verfasst von in Asiatische Filmkunst | 0 comments

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