Renaissance

Renaissance - CoverTrotz Schwächen bietet hier der französische Animationsfilm eine gute Unterhaltung für einen spannenden DVD-Abend. Allein die Optik ist bereits sehenswert und das schicke Digipak sollte den Kauf zudem zusätzlich erleichtern.

Paris in naher Zukunft. Der Großkonzern Avalon beherrscht das Geschehen und hat die Bewohner unter Kontrolle. Avalon beschäftigt die besten Wissenschaftler, darunter auch die intelligente Ilona Tasuiev. Als die junge Wissenschaftlerin verschwindet, beginnt eine umfangreiche Suche nach ihr. Den ermittelten Polizisten Karas führt die Spur zunächst zu Dr. Müller, mit dem Ilona gearbeitet hat. Es stellt sich heraus, dass sie gerade mit ihrer Doktorarbeit beschäftigt war, bei der es um die Heilung einer Krankheit ging, die Kinder schneller altern lässt. Sie scheint dabei auf etwas gestoßen zu sein, was für die Menschheit schwerwiegende Folgen haben könnte. Zusammen mit Ilonas älterer Schwester versucht Karas nun die Entführte ausfindig zu machen, wobei er sich nicht nur mit seinen Vorgesetzten auseinander setzen muss, sondern auch mit dem Großkonzern Avalon, der ein auffällig großes Interesse daran zu haben scheint, dass Ilona so schnell wie möglich gefunden wird…

DVD 1:
– Hauptfilm (ca. 93 min. ohne Abspann)
– Trailer

DVD 2:
– Interviews Cast & Crew (ca. 35 min.)
– Hinter den Kulissen (ca. 22 min.)
– Musikclip (1:27 min.)
– Featurette (ca. 9 min.)
– Slideshow (3:40 min.)
– Trailer

Christian Volckman und seine französichen Kollegen schufen mit Renaissance einen tollen Animationsfilm mit beeindruckender Optik. Die Grundlage für diesen Film war das Motion-Capturing. In diesem Verfahren werden die menschlichen Akteure in einen Anzug gesteckt, der mit verschiedenen weißen Bällen oder Lämpchen beklebt ist. Mehrere Spezialkameras verfolgen die Bewegungen der Markierungspunkte und analysieren diese durch eine Bewegungserfassungssoftware.

Für Renaissance ließ man sich von Filmen wie Blade Runner, Metropolis oder auch von amerikanischen Comics und japanischen Mangas inspirieren. Witzigerweise hat Renaissance vom Stil her mehr Ähnlichkeit mit den Sin City-Comics als der Film Sin City selbst. Einen ganz starken Einfluss hatte zudem der Film-Noir. Dies wird ganz deutlich an der Figur des Polizisten Karas, der den hoffnungslosen Antihelden verkörpert. Synchronisiert wird dieser übrigens vom aktuellen James Bond-Darsteller Daniel Craig. Der Look des Films ist sicherlich eines der Stärken dieser französischen Produktion. Mit kontrastreichen Bildern ganz ohne Graustufen und den tollen Effekten bietet Renaissance etwas fürs Auge. Obwohl die Mimik und die Gesichtszüge teilweise zu hölzern wirken.

Das Thema der Geschichte ist das ewige Leben. Zwar ist das jetzt nicht die ganz große Offenbarung und auch dass ein Großkonzern anstelle von Staatsgewalt an die Macht tritt ist nicht neu, aber es passt einfach in diese düstere, kalte Atmosphäre. Nach und nach wird die Geschichte aufgeklärt, wobei es auch Überraschungsmomente gibt und zumindest kein echtes Happy-End (was irgendwie wieder zum Film-Noir passt). Die Verpackung ist sehr schick und mal was anderes. Was schade ist, dass das Bonus-Material doch etwas spärlich ist. Selbst das vorhandene wiederholt sich (siehe Interviews und Featurette). Nichtsdestotrotz kann man diesen Film nur empfehlen.

21. Februar 2013 | Verfasst von in Hollywood, Independent & Co | 0 comments

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