Pain & Gain

Pain & Gain - CoverMichael Bay ist nicht unbedingt für kleine Produktionen bekannt. Mit der schwarzen Komödie Pain & Gain gelingt ihm aber Budgetbeschränkungen durch Kreativität zu lösen und so einen wahnwitzigen Trip zu liefern, der bestens unterhält.

Danny Lugo arbeitet in einem Fitnessstudio und ist sich sicher, dass er zu größerem berufen ist. Er erarbeitet sich einen Plan, um einen seiner reichen Kunden zu entführen und zu erpressen, um so an eine Menge Kohle zu gelangen. Unterstützung erhält er von zwei weiteren Freunden, die sicherlich viel an Muskelmasse besitzen doch weniger an Hirnmasse. So laufen die Dinge etwas anders als der Masterplan von Lugo vorgibt…

Ich bin kein Fan von Michael Bay und schon gar nicht seiner Filme. Doch Pain & Gain hat mich neugierig gemacht. Zugegeben, von einem Low-Budget-Film zu sprechen, der dann doch 24 Millionen Dollar gekostet hat, halte ich etwas zu vermessen, aber für Michael Bay ist dies sicherlich relativ wenig Budget. Nichtsdestotrotz hatte die Produktion keine großen Geldgeber, so dass Michael Bay sich wesentlichen Dingen zuwenden konnte bzw. musste. Also, keine große und übertriebene Action, keine riesigen Explosionen und keine CGI-Effekte. Und das Ergebnis?! Es lässt sich wirklich sehen!

Die Geschichte, welche auf wahren Ereignissen beruht, ist so unglaublich und verrückt, dass es einen nicht wundert, dass das einfach wahr sein muss. Drei geistig beschränkte Bodybuilder versuchen durch Entführung an eine Menge Geld zu kommen und vermasseln es so richtig. Schon alleine die Story bietet unendlichen Unterhaltungswert. Dazu sind die Rollen bestens besetzt mit Mark Wahlberg, als „The Brain“ sowie Dwayne Johnson und Anthony Mackie als seine Buddies.

Auch die Optik und die tragisch-schöne Musik können überzeugen. Es wurde sehr viel mit Kameraperspektiven und -typen experimentiert. Auch Action-Cams wurden eingesetzt und extreme Zeitlupen. Diese Spielereien verkamen aber nie zum Selbstzweck, sondern sind perfekt in die jeweilige Sequenz eingebaut und machen dem Zuschauer am Ende genauso viel Spaß wie den Beteiligten selbst. Zudem rundet der Einsatz von Voice-over das ganze ab – ich steh´ einfach auf Voice-over. Das Bonusmaterial ist kurz, knapp und informativ.

Pain & Gain ist eine absolute Kaufempfehlung und stellt den sogenannten „American Dream“ mal umgekehrt dar bzw. als 360°-Wendung.

DVD-Inhalt:
– Hauptfilm (124 min.)
– Eine wahre Geschichte (11 min.)
– Zurück zu den Anfängen (9 min.)

25. Dezember 2014 | Verfasst von in Hollywood, Independent & Co | 0 comments

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