Ohne Limit

Ohne Limit - CoverNeil Burgers visuell und inhaltlich faszinierender Thriller um eine Super-Droge ist fesselnd und durchaus überzeugend. Mit Bradley Cooper in der Hauptrolle eines Losers, der es zu Aufstieg und Ruhm schafft und dafür einen hohen Preis zahlen muss, wird eine verlockende Thematik dargestellt, die jeden ansprechen dürfte.

Eddie Morra ist ein mehr oder weniger erfolgreicher Schriftsteller, der ziemlich sicher auf den Tiefpunkt seines Lebens zusteuert. Mit seinem Buch geht es nicht voran und seine Freundin trennt sich von ihm. Zufälligerweise trifft er einen alten Bekannten, der ihm eine Art Super-Droge anbietet. Anfangs noch skeptisch, nimmt Eddie die erhaltene Pille letztendlich doch und wird von deren Wirkung umgehauen. Die Droge bewirkt nämlich eine gesteigerte Hirnaktivität, so dass die Fertigstellung von Eddies Buch die kleinste Herausforderung für ihn darstellt…

Basierend auf dem Buch The Dark Fields von Alan Glynn schuf die Drehbuchautorin Leslie Dixon die Grundlage für diesen Thriller. Ohne Limit überzeugt zum einen durch seinen visuellen Stil mit den unterschiedlichen Farben und Kontrasten – je nachdem, ob der Hauptprotagonist einen Rausch hat oder im Alltagstrott versinkt. Ferner sind die extremen Zoom-Einstellungen faszinierend. Zum anderen ist die Thematik doch sehr verlockend und interessant und man fragt sich als Zuschauer zwangsläufig, was man selber mit diesen „Superkräften“ anstellen würde. Wir würde man seine gesteigerte Hirnaktivität und seine neugewonnene Intelligenz benutzen? Die Möglichkeiten scheinen endlos. So auch für Eddie, der sich auf das Börsen- und Finanzgeschäft fokussiert.

Doch nicht zuletzt seit Spider-Man wissen wir, dass aus großer Kraft große Verantwortung folgt. Auch die Nebenwirkungen eines Rausches gehen nicht spurlos an einem vorbei. So bekommt Ohne Limit neben der visuellen Spielereien und der interessanten Thematik auch eine spannende und temporeiche Story spendiert, die den gesamten Film perfekt abrundet. Auch die Darsteller wissen zu überzeugen und Bradley Cooper beweist spätestens hier, dass er ein ernst zunehmender Schauspieler ist.

Das Bonusmaterial ist eher zu vernachlässigen und bietet zwar einen Audiokommentar, der aber nicht deutsch untertitelt ist. Dennoch kann ich Ohne Limit vorbehaltlos empfehlen.

DVD-Inhalt:
– Hauptfilm
– Alternatives Ende (ca. 6 min.)
– Making of (ca. 11 min.)
– Ein Mann ohne Limit (ca. 4 min.)
– Kinotrailer
– Programmtipps
– Audiokommentar

11. März 2013 | Verfasst von in Hollywood, Independent & Co | 0 comments

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