Love Exposure

Love Exposure - CoverLiebe, Glaube, Hoffnung…

Wie kann man einen dreieinhalb stündigen Film objektiv, sachlich und neutral bewerten?! Ich weiß es nicht und will es auch nicht versuchen. Fakt ist, dass Sion Sonos (Strange Circus) Werk eine Menge an Filmmaterial verbraucht hat und somit auch viel an Inhalt und Themen verarbeitet. Im Zentrum steht dabei der Hauptprotagonist Yu, der in eine (leicht komplizierte) Liebesgeschichte gerät, die mit Familienbeziehungen, Religion und Sektentum erweitert wird. Es ist also wieder einmal die Liebe, die zum Thema gemacht wird. Doch nicht nur die Liebe zu einem anderen Geschlecht, sondern auch die Liebe innerhalb der Familie wird hier behandelt. Love Exposure schafft das vermeintliche Unmögliche und präsentiert sich in den dreieinhalb Stunden recht kurzweilig und abwechslungsreich. In der „typisch japanischen“ Art und Weise (was auch immer das im Detail zu bedeuten hat) wird ein komplexes Konstrukt der Filmkunst präsentiert und scheint so der Gefahr aufzulaufen aufgrund dessen in sich zusammen zufallen. Denn die Gefahr besteht, dass über die Gesamtlänge des Films einige Aspekte des Films untergehen und vom Zuschauer gar nicht mehr wahrgenommen werden können (wer besitzt schon die Muße so einen langen Film mehrmals zu sehen?!).

Love Exposure erinnert teils an einen Manga, kommt trashig rüber und bietet zudem eine ebenso vielschichtige Musikauswahl. Es ist ein Film, der sicherlich nicht für die breite Masse bestimmt ist – und das ist auch gut so! Neben dem Hauptfilm (verteilt auf zwei DVDs) findet der Filmbegeisterte noch Trailer, eine Dokumentation (ca. 28 min.) und Deleted Scenes (ca. 21 min.). Alles in einem schicken Digipak mit Booklet verpackt.

15. Februar 2013 | Verfasst von in Asiatische Filmkunst | 0 comments

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