Legend of Gingko I+II

Der DVD-Doppelpack bietet hier koreanische Fantasy-Liebesschnulzen. Im Ansatz durchaus gelungen verlieren sich die Filme im Belanglosem á la Twilight.

Legend of Gingko – The Gingko Bed (1996)

Der Künstler Su-Hyun wird von seltsamen Träumen geplagt, in denen ihm eine Frau begegnet. Als Su-Hyun auf einem Flohmarkt ein altes Bett aus Gingo-Holz kauft, ahnt er nicht, dass er sich dadurch in ernste Schwierigkeiten bringt. Denn die Frau aus seinen Träumen ist seine Geliebte aus einem früheren Leben, die von einem anderen Geist verfolgt wird, der bereits zu Lebzeiten Su-Hyun und die schöne Frau auseinander brachte. Nun soll die Frau endgültig ihm gehören und dazu muss Su-Hyun sterben. Dies bringt auch die aktuelle Freundin von Su-Hyun in Gefahr und stellt ihn vor die Wahl, welche der zwei Frauen er zu retten gewillt ist…

The Gingko Bed ist der zweite Teil der Legend of Gingko-Reihe, obwohl er vier Jahre vor dem ersten Teil erschienen ist. Es ist etwas verwirrend, spielt aber im Grunde keine Rolle, denn die beiden Teile haben nichts gemeinsam und können unabhängig voneinander betrachtet werden. In diesem zweiten Teil geht es um eine Liebesgeschichte, die bereits über Jahrhunderte andauert. Eine Liebe, die durch einen eifersüchtigen und besitzergreifenden Herrscher nie zum Happy-End kommen konnte und selbst über den Tod hinaus alle Beteiligten verfolgt. The Gingko Bed erzählt diese recht gelungene Story um Liebe, Eifersucht und Hass zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Da der Film aber aus dem Jahr 1996 stammt, sieht er eben aus, wie Fantasy Filme vor 17 Jahren aussahen, nämlich ziemlich bescheiden aus heutiger Sicht.

Legend of Gingko – Das Schwert des Himmels (2000)

Vor vielen Jahren bekämpften sich die zwei Völker, Hawks und Volcanos, am Fuße des heiligen Berges. Daraufhin belegte der heilige Berg die Hawks mit einem Fluch. Um diesen Fluch zu brechen und den heiligen Berg samt den Volcanos zu besiegen, benötigen die Hawks das Opfer eines Kindes, welches das Blut des königlichen Geschlechts der Volcanos in sich trägt. Als dieses Kind nun bei dem Opferritual sterben soll, rettet der Vater das Kind und kann flüchten. Jahre vergehen und das Kind namens Vee wächst bei den Volcanos auf. Doch die Hawks rüsten sich für einen Angriff, denn sie haben nur noch einen Versuch sich von dem Fluch des heiligen Berges zu befreien und das kann nur bei der nächsten Mondfinsternis geschehen…

Bei diesem ersten Teil Das Schwert des Himmels geht es auch wieder vordergründig um eine Liebesgeschichte. In die junge Vee verlieben sich zwei Mitglieder der Volcanos, doch nur einem von beiden kann sie dessen Liebe erwidern. Dies führt dazu, dass der Verschmähte sogar bereit ist sein Volk zu verraten, um die Liebe von Vee für sich zu gewinnen. Zu Beginn hat man das Gefühlt als ob sich Das Schwert des Himmels in Belanglosem zu verlieren droht. Nach der Einführung und Darstellung der Geschichte der zwei Völker geht es anschließend um die „Dreiecksbeziehung“ zwischen Vee und ihren Verehrern. Im Vordergrund stehen auch Kampfszenen, wo mit Blut nicht gegeizt wurde.

Gemeinsam haben beide Legend of Gingko-Filme den Hang zum Kitsch und Schnulzen. Im Vordergrund stehen, wie erwähnt, zwei Liebesgeschichten. Die DVDs sind in einem schicken Digipak untergebracht und zu Das Schwert des Himmels gibt es noch Bonusmaterial (ca. 57 min.), auf was man aber verzichten kann. Wer auf Fantasy-Romantik steht kann mit den beiden Legend of Gingko-Filmen eigentlich nichts falsch machen. Der erste Teil aus dem Jahr 1996 finde ich gelungener, da der zweite Teil zu viel Leerlauf besitzt.

15. Januar 2013 | Verfasst von in Asiatische Filmkunst | 0 comments

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