Lady in the Water

Lady In The Water - Cover 1M. Night Shyamalan nimmt den Zuschauer bei diesem Film mit in eine wunderbare Fantasy-Welt und bietet so ein durchaus gelungenes Märchen für Erwachsene.

Cleveland Heep arbeitet als Hausmeister in einem Apartmentblock. Sein Leben verläuft ruhig und er lebt eher zurückgezogen. Der einzige menschliche Kontakt findet nur auf beruflicher Basis statt. Eines Tages entdeckt Cleveland, dass der hauseigene Pool nachts benutzt wird. Kurz darauf trifft er eine junge Frau namens Story, die im Pool schwimmt. Sie erzählt ihm, dass sie aus der „Blauen Welt“ komme und eine bestimmte Person sucht, die sie aber nicht näher kennt. Wie hilfsbereit Cleveland ist, sucht er die Person unter den Einwohnern des Apartmentblocks. Mit der Zeit erfährt er immer mehr über Storys Hintergrund und muss gemeinsam mit den Einwohnern feststellen, dass sie sich in einem Märchen befinden, das für alle Beteiligten Gefahren mit sich bringt…

Der Regisseur und Drehbuchautor M. Night Shyamalan, der zudem auch als Produzent bei Lady in the Water agierte, schuf sicherlich einen mutigen und faszinierenden Film zugleich. Eine Geschichte um Meerjungfrauen, Parallelwelten, Monster und andere Kreaturen. Eine Geschichte um Glaube, Zusammenhalt und Vertrauen. M. Night Shyamalan schafft es wieder einen typischen „M. Night Shyamalan“-Film zu drehen. Dabei geht es vordergründig um ein weibliches Wesen, „Narf“ genannt, eine Art Meerjungfrau, die über den Pool in einen Apartmentblock kommt, um einer bedeutenden Person zu begegnen. Diese Person weiß aber noch nicht, dass sie von großer Bedeutung für die Menschheit ist. Auch die Narf kennt die Person nicht. Sie weiß nur, dass sie existiert und ihr begegnen muss. Unterstützt von dem zurückhaltenden Hausmeister des Apartmentblocks findet sie die besagte Person. Ihre Aufgabe scheint erfüllt, doch gestaltet sich ihre Heimkehr schwieriger als gedacht. Ein „Scrunt“, ein wolfsähnliches Wesen, jagt sie nämlich und erschwert die Rückreise.

Lady in the Water ist ab der ersten Minute spannend (nicht zuletzt wegen der „Horror“-Elemente) und man sitzt als Zuschauer gebannt auf dem Sofa und lauscht den Protagonisten, die die märchenhafte Handlung entfalten. Die Schauspieler sind alle durchweg geeignet ausgewählt für ihre jeweiligen Rollen. Ein Paul Giamatti (Big Mama’s House, Shoot’Em Up) überzeugt genauso wie die weibliche Hauptrolle gespielt von Bryce Dallas Howard (The Village). Jeder einzelne Nebendarsteller trägt zudem seinen ganz persönlichen Teil zum Ganzen bei. Wobei sicherlich diskutiert werden darf, ob M. Night Shyamalan unbedingt eine Rolle übernehmen musste. Vielleicht gehört das aber zu seinen Filmen, wie sein eigenwilliger Stil. Zusätzlich wurde mit Christopher Doyle ein renommierter Kameramann verpflichtet. Bekannt vorwiegend aus bildgewaltigen asiatischen Produktionen wie In the Mood for Love, Hero oder 2046. Untermalt werden die Bilder mit einer wunderschönen Musik, die sich auch auf dem Soundtrack wiederfindet.

Lady in the Water reiht sich nahtlos in die Werke von M. Night Shyamalan ein und lässt seinen unverkennbaren Stil und Drang zum Außergewöhnlichen erkennen. Auch, wenn seine Filme von den Kritikern mehr negativ als positiv bewertet werden, sollten wir dennoch froh darüber sein, dass es solche Regisseure und Drehbuchautoren gibt, die ihrer Linie treu bleiben und dem Zuschauer besondere Filmen bieten. M. Night Shyamalan lässt nebenbei in Lady in the Water einen Kritiker auftauchen, der zum einen die unsympathischste Figur des Films darstellt und zum anderen durch sein Unwissen glänzt – auch eine Art mit den Kritikern umzugehen, die seine Filme regelmäßig förmlich zerreißen. Es lassen sich viele dieser Kleinigkeiten in diesem Film erkennen, wie z.B. der Name des Apartmentblocks „The Cove“ – „Die kleine Bucht“.

Ich kann Lady in the Water – Das Mädchen aus dem Wasser absolut empfehlen. Vor allem in dieser schicken „Limited Soundtrack Edition“ im Mediabook mit einem 23-seitigen Booklet und Bonusmaterial (Laufzeit ca. 50 min.). Aber Vorsicht beim Booklet. Dieses ist zwar mit dem Mediabook verankert, reist aber schnell ab. Ansonsten viel Spaß mit diesem „M. Night Shyamalan“-Film!Lady In The Water - Cover 2

15. Februar 2013 | Verfasst von in Hollywood, Independent & Co | 0 comments

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