Infernal Affairs

Infernal Affairs - Cover 1Hier wird dem Zuschauer Hongkong-Kino auf gutem Niveau präsentiert. Intelligent und packend inszeniert, so dass selbst Hollywood aufmerksam wurde und mittlerweile ein Remake mit Departed produzierte.

In einer Polizeischule werden u.a. zwei junge Männer ausgebildet, von denen der eine (Tony Leung) scheinbar rausgeschmissen wird. In Wirklichkeit aber wird seine Identität gelöscht und er wird in die Mafia eingeschleust, wo er von nun an undercover arbeitet und mit der Zeit das Vertrauen seines Bosses gewinnt. Der andere (Andy Lau) wurde hingegen von der Mafia in die Polizeischule geschickt, um bei der Polizei Karriere zu machen. Beide dienen der jeweiligen Seite (Mafia bzw. Polizei) als Spitzel und sollen ihren Chefs (Mafiaboss bzw. Polizeichef) die nötigen Vorteile verschaffen. Zwischen dem Polizeichef und dem Mafiaboss entwickelt sich ein Katz-und-Maus-Spiel, denn beiden ist bekannt, dass sie einen Verräter in ihren Reihen haben…

DVD 1:
– Film
– Audiokommentare
– Trailer
– Biografien
– Programmhinweise

DVD 2:
– Making of (ca. 16min.) Kommentare der Beteiligten und ihre Interpretation des Films.
– Confidential File (ca. 9 min.) Was beim Dreh hinter der Kamera geschah.
– Alternatives Ende (ca. 2:40 min.) Wegen der chinesischen Zensurbehörde musste für den chinesischen Markt ein Ende gedreht werden, bei dem Lau für seine Taten bestraft wird.
– Outtakes (ca. 9 min.)
– Teaser & TV-Spots
– Fotogalerien (Artwork, Merchandising, Storyboards)

Infernal Affairs überzeugt durch tolle Bilder, was nicht überraschend ist, denn Andrew Lau (Regie) ist auch ein angesehener Kameramann, der schon Chungking Express toll in Szene setzte. Zudem werden die gelungenen Bilder durch atmosphärische Musik untermalt. Pure Actionfans werden (leider) nicht auf ihre Kosten kommen, denn an geballter Action fehlt es dem Film etwas. Doch sieht man über diesen vermeintlichen Negativpunkt leicht hinweg. Denn hier werden Schauspielkunst, Drehbuch und Kameraführung so gekonnt eingesetzt, dass man auf „Geballer“ gern verzichtet. Das zwar nicht so ganz üppige, aber dennoch informative Bonusmaterial wertet den Film noch etwas auf.

Wer den Film kauft, macht nichts verkehrt. Wird aber feststellen müssen, das dem Film das „gewisse Etwas“ fehlt und Infernal Affairs so von einem „Pflichtkauf“ unterscheidet.Infernal Affairs - Cover 2

13. Februar 2013 | Verfasst von in Asiatische Filmkunst | 0 comments

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