Full Metal Yakuza

Miike auf den Spuren von RoboCop lässt Action mit Science-Fiction verschmelzen und liefert das, was man erwarten kann: Eine skurrile Mischung aus Genie und Trash.

Hagane dient in einem Yakuza-Clan und steht auf der niedrigsten Stufe eines Yakuza. Von seinen Kollegen wenig respektiert, aber mit vollem Einsatz und Verehrung seines Clan-Bosses Tosa, bemüht sich Hagane ein „guter“ Yakuza zu sein. Als sein Boss ins Gefängnis muss, schwört ihm Hagane ewige Treue. Jahre vergehen und Tosa kommt frei. Zu seinen Ungunsten sind aber nicht alle seine Untergebenen so treu geblieben wie Hagane und bei einem Hinterhalt werden er und auch Hagane getötet. Ein experimentell orientierter Wissenschaftler gelangt an die Leichen der beiden und schafft es zumindest Hagane ins Leben zurückzurufen. Dieser sinnt nach Rache und kann sich auf seinen „modifizierten“ neuen Körper verlassen…

Full Metal Yakuza ist sicherlich nur den eingefleischtesten Miike-Fans zu empfehlen. Die Story um einen Yakuza-Typen, der irgendwie an eine Mischung aus Forrest Gump und Raymond Babbitt erinnert und eine Wandlung vom Versager zum Superman durchmacht, lässt sich überraschenderweise ganz gut verfolgen. Dabei spielen Blut, Trash sowie ein bisschen Slapstick eine wichtige Rolle. Diese Mischung ist typisch für Miike-Filme und kann für den neutralen Zuschauer schon recht merkwürdig erscheinen. An manchen Stellen weist der Film gewisse Längen auf, die das Tempo erheblich reduzieren. Bei dieser Ausgabe der DVD handelt es sich um die einzige ungeschnittene Version des Films. Die DVD steckt in einem Pappschuber und bietet außer ein paar Trailern kein weiteres Bonus-Material. Der Film selbst ist nur im Original zu genießen (englische und deutsche Untertitel sind optional verfügbar). Die Qualität des Bildes ist mehr als dürftig, ist weiterhin aber nicht überraschend, da der Film aus dem Jahre 1997 stammt. Insgesamt ist Full Metal Yakuza ein durchschnittlicher Miike-Film, den man sich vielleicht einmal anschauen kann. Das war’s dann aber auch.

15. Januar 2013 | Verfasst von in Asiatische Filmkunst | 0 comments

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