Die etwas anderen Cops

Die etwas anderen Cops - CoverDas Gespann um Will Ferrell und Adam McKay, welches für Filme wie Anchorman, Ricky Bobby sowie Stiefbrüder verantwortlich war, schuf mit Die etwas anderen Cops einen etwas anderen Film, bei dem alles möglich und alles erlaubt zu sein scheint. Wer mit den genannten Filmen nichts anfangen kann, sollte auch hier die Finger weglassen. Allen anderen ist der bisher beste Will Ferrell-Film aber wärmstens zu empfehlen.

Detective Highsmith und Detective Danson sind die absoluten Stars der New Yorker Polizei. Sie lösen jeden Fall mit Bravour und lassen keinen Kriminellen entkommen. Als das Super-Duo aber leider plötzlich bei einem Einsatz stirbt, ergibt sich für Detective Hoitz die Möglichkeit auch zu glänzen und zu zeigen, was er kann. Leider ist sein Partner da anderer Meinung und zieht Außeneinsätzen lieber den Schreibtisch vor. Als sich den beiden ein Fall um einen Finanzinvestor eröffnet, ziehen sie los…

Die etwas anderen Cops spielt in einem fiktiven New York, wo Polizisten glauben, dass sie vom Hochhaus springen können und überleben, wo ein Toyota Prius eine Höllenmaschine ist, wo Will Ferrell mit Eva Mendes verheiratet ist und wo Mark Wahlberg Ballettunterricht nimmt, um sich anschließend über Leute lustig zu machen, die Ballett können. Der Film ist einfach schräg, übertrieben bis ins Groteske und einfach abgedreht. Die Gags reichen von subtilen Bemerkungen und trockenem Humor bis zum Slapstick und Witzen mit der Brechstange.

Dabei wirkt Die etwas anderen Cops nicht wie eine billige Komödie, sondern kann auch technisch sowie optisch durchaus überzeugen und bietet auch gelungene Actionsequenzen und tolle Szenen (siehe die Barszene mit den Standbildern). Zudem wird hier eigentlich ein ernstes Thema (Bankenkrise, dubiose Finanzinvestoren) humorvoll vermittelt. Im Kern könnte man diesen Film auch als seriös bezeichnen, aber nur im Kern – einem ganz kleinen Kern.

Die Darsteller, allen voran Will Ferrell, sind perfekt für den Film ausgesucht worden und liefern teilweise eine herrlich selbstironische Darstellung ab. So spielen Samuel L. Jackson und Dwayne Johnson zwei übertriebene Actionhelden, die etwas zu viel Testosteron abbekommen haben. Michael Keaton stellt einen Polizeichef dar, der neben seiner eigentlichen Tätigkeit noch in einem Baumarkt arbeitet und der Regisseur Adam McKay spielt Dirty Mike, einen Obdachlosen, welcher, naja, gerne Orgien mit seinen Kumpels feiert. Mark Wahlberg hingegen spielt keine lustige Rolle im eigentlichen Sinn (außer, dass er leicht aufbrausend ist), sondern nimmt die Rolle des Zuschauers ein, der das verrückte Treiben um ihn herum kommentiert.

In der chronologischen Reihenfolge der Filme von Adam McKay und Will Ferrell nimmt die Qualität der Filme stetig zu und so ist ihr aktuellster Film Die etwas anderen Cops auch für mich der beste der Reihe. Ich kann jedem den Film empfehlen, der auf nicht-seriöse Actionkomödien steht.

DVD-Inhalt:
– Kino und Extended Version
– Deleted & Extended Scenes (ca. 6 min.)
– Crash and Bum! (ca. 10 min.)
– Bed, Bath and way Beyond (ca. 4 min.)

12. März 2013 | Verfasst von in Hollywood, Independent & Co | 0 comments

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