Das Leben des David Gale

Das Leben des David Gale - CoverAlan Parkers Das Leben des David Gale ist der Beweis dafür, dass Filme mit einer ernsten Thematik, Inhalt und einer gewissen Tiefe genauso unterhalten und den Zuschauer packen können ohne zu langweilig oder eintönig zu sein.

David Gale ist ein ehemaliger anerkannter Philosophieprofessor und strikter Gegner der Todesstrafe. Nun sitzt er aber selber in der Todeszelle wegen Vergewaltigung und Ermordung seiner ehemaligen Kollegin. Eine junge Reporterin wird von ihm auserkoren drei Tage vor seiner Hinrichtung ein Interview mit ihm zu führen, dem die junge Frau anfangs widerwillig zustimmt. Von seiner Schuld überzeugt versucht sie einfach ihren Job zu machen. Doch je länger sie dem Mann hinter dem Hochsicherheitsglas zu hört und von seiner Geschichte erfährt desto stärker werden ihre Zweifel an seiner Verurteilung. Sie beginnt mit Nachforschungen, aber die Zeit scheint ihr davon zu laufen…

Alan Parker (Mississippi Burning, Evita) inszenierte mit Das Leben des David Gale, basierend auf dem Drehbuch von Charles Randolph, einen spannenden Thriller mit Aussage und einer kontroversen Thematik. Es wird hier sehr geschickt das Thema der Todesstrafe im Thriller-Gewand verpackt, so dass keine Moralkeule geschwungen wird, sondern der Unterhaltungswert im Vordergrund steht. Die mitreißende Handlung, bedingt durch den spannenden Aufbau und dem großen Finale, wird hervorragend vorgetragen (nicht zuletzt aufgrund der überzeugenden schauspielerischen Leistungen). Was aber Das Leben des David Gale von „reinen“ Unterhaltungsfilmen (wie Transformers) absetzt, ist die Tatsache, dass der gezeigte Inhalt auch noch nach dem Anschauen nachwirkt und nicht mit dem Abspann verpufft.

Das Leben des David Gale ist eine absolute Empfehlung wert. Zu Beginn noch recht unauffällig entwickelt sich die Handlung zu einem rasanten Ritt und dem großen „Boom“ am Ende. Selten habe ich so ein überraschendes und gelungenes Ende gesehen (evtl. vergleichbar mit Sieben). 

DVD-Inhalt:
– Audiokommentar des Regisseurs
– Tod in Texas (ca. 9 Min.)
– Unveröffentlichte Szenen (ca. 3 Min.)
– Making of (ca. 17 Min.)
– Filmmusik (ca. 5 Min.)
– Plakatentwürfe
– Trailer
– DVD-Rom Features (Text über die Todesstrafe von Alan Parker)

15. Mai 2013 | Verfasst von in Hollywood, Independent & Co | 0 comments

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.