Crying Fist

Ein solides Boxdrama, welches interessant erzählt wird und mit Choi Min-sik einen genialen Hauptdarsteller bietet. Crying Fist ist für Korea-Filmfans mehr als nur einen Blick wert.

Kung Tae-shik hat vor vielen Jahren im Boxen eine Silbermedaille gewonnen, doch sein Leben ist anders verlaufen als er es sich erträumt hatte. Seine Frau will sich von ihm scheiden lassen und sein Sohn ist im Begriff sich von ihm abzuwenden. Um etwas Geld zu verdienen, lässt sich Kung auf der Straße von fremden Leuten verprügeln. Am Tiefpunkt seines Lebens angekommen sieht er die Teilnahme an einer Boxmeisterschaft als letzten Ausweg aus seinem trostlosen Dasein… Yu Sang-hwan ist ein Kleinkrimineller Jugendlicher, der nach einem missglückten Überfall ins Gefängnis kommt. Dort lernt er seine Aggressivität im Boxsport einzusetzen. Leider bleibt ihm der Erfolg vergönnt und zusätzliche private Schicksalsschläge nehmen ihm jegliche Hoffnung auf ein besseres Leben. Da erfährt Yu von einer Boxmeisterschaft…

Crying Fist handelt von zwei Schicksalen zweier Männer, die sich in unterschiedlichen Lebenslagen befinden, aber dennoch die Gemeinsamkeit haben, dass sich ihr Leben in einer Sackgasse verlaufen hat. Beide sehen den Boxsport als einzigen Ausweg aus der Krise. So ist es nicht verwunderlich, dass sich die parallel erzählten Storys am Ende des Films schneiden und beide Protagonisten sich im entscheidenden Kampf gegenüberstehen, wobei es nur einen Sieger geben kann. Man sollte Crying Fist weniger als einen Boxfilm sehen als vielmehr ein Drama, in dem geboxt wird. Die Kämpfe wirken nicht sonderlich professionell, wobei diese Tatsache sind wirklich ins Gewicht fällt, da die Schicksale der beiden Männer und ihrer Familien im Vordergrund stehen und sehr gut vermittelt werden. Die beiden Hauptdarsteller Choi Min-sik (Oldboy) und Ryoo Seung-bum (Arahan) überzeugen auf ganzer Linie und wirken stets authentisch und glaubhaft. Die Special Edition im Pappschuber bietet neben Trailern auch noch Interviews, Boxszenen, ein Making of sowie Behind the scenes (ca. 116 min.). Ich kann Crying Fist empfehlen (vor allem Choi Min-sik Fans), obwohl der Film sicherlich kein Superhit ist, aber seine Stärken hat.

12. Januar 2013 | Verfasst von in Asiatische Filmkunst | 0 comments

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