Cowboy Bebop – Der Film

Endlich kommt zur Serie auch ein Film dieses großartigen Animes raus, der die angemessene Würdigung des besten Animes darstellt. 

Wir schreiben das Jahr 2071. Mitten in der Stadt explodiert ein Tanklastwagen einige Tage vor Halloween. Ein tödliches Gas wird freigesetzt und verseucht die Bevölkerung. Die Rekordprämie von 300 Millionen wird auf den Verantwortlichen dieses Anschlags angesetzt, was wiederum die Kopfgeldjäger (Cowboys) Spike und sein Gefolge bestehend aus Jet, Faye, Ed und dem Hund Ein aufhorchen lässt. Wieder einmal in Geldnöten kommt ihnen diese Prämie gut gelegen. Doch ist es kein Kinderspiel den Verursacher dieser Katastrophe zu schnappen. Zahlreiche Recherchen führen dann schließlich zu Vincent Volaju, der aber eigentlich laut Regierung schon seit Jahren tot sein soll. Außerdem scheint ein Pharmakonzern in die Sache verwickelt zu sein. Und welche Rolle spielt die Agentin Elektra? Und die Regierung selbst versucht zudem etwas zu vertuschen. So muss es in der Halloween-Nacht zur Entscheidung kommen, in der das Leben vieler Menschen auf dem Spiel steht…

DVD:
– Hauptfilm (ca. 110 min.)
– Trailer
– Filmdokumentationen (ca. 37 min.)
– Vergleiche Storyboard /Endfassung (ca. 15 min.)
– Charaktere (textliche Infos zu den fünf Figuren Spike, Jet, Faye, Ed und Ein)
– Konzeptgalerie (Charaktere, Fluggeräte, Fahrzeuge, Schwebebahn und Accessoires – findet man auch im Artbook abgebildet)
– Musikvideos (Das Anfangs- und Endlied nochmals einzeln auswählbar – keine Musikvideos im eigentlichen Sinne)

Nach 26 Episoden haben Spike, Jet, Faye, Ed und ihr Hund Ein es geschafft ihre Abenteuer nun in Spielfilmlänge erleben zu dürfen. Wie gewohnt wird dem Zuschauer eine spannende und actionhaltige Story mit Tiefgang präsentiert. Dabei werden die bekannten Erfolgsmerkmale der Serie, wie Coolness und die besonders charakteristische Musik (Mischung aus Funk und Jazz) geschickt eingesetzt. Den Fans der Serie werden aber einige Abweichungen zu den Fernsehfolgen auffallen. Neben der neuen Synchronisation, die für eingefleischte Cowboy Bebop-Fans anfangs evtl. gewöhnungsbedürftig erscheinen wird, gibt es auch Abweichungen bei der Gestaltung der Schauplätze. Alles wirkt irgendwie offener und heller als in der Serie. Ein bisschen erinnert es an die Lupin III-Filmreihe. Worauf ich mich schon fast mehr gefreut habe als auf den Film, war das Bonus-Material, wo die Verantwortlichen, speziell Regisseur Shinichiro Watanabe, einiges Interessantes loswerden, u.a. über die Charaktere und die Entwicklung von der Serie zum Film.

Der Erfolg von Cowboy Bebop hat sicher auch was damit zu tun, dass es nicht unbedingt rein japanisch ist, sondern Einflüsse aus der westlichen Welt, speziell aus Amerika verinnerlicht. Diese Limited-Edition (Nr. auf Verpackung geprägt) bestehend aus dem Film, dem Bonus-Material und dem knapp 200-seitigen Artbook in einem schicken Pappschuber ist für Fans fast schon ein Muss. Alle anderen, die die Serie nicht kennen, bekommen durch den Film einen guten Einblick in die Cowboy Bebop-Welt. Aber denen sei gesagt, dass die Serie noch besser ist!

12. Januar 2013 | Verfasst von in Asiatische Filmkunst | 0 comments

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