Apocalypto

Apocalypto - CoverMan kann von Mel Gibson halten was man will, aber was er mit seinem Historiendrama Apocalypto abliefert, ist schlicht und ergreifend hervorragend. Der Film ist über zwei Stunden ein Pulsbeschleuniger par excellence.

Kurz vor der spanischen Kolonialisierung Mittelamerikas um 1500 lebt der Jäger Pranke des Jaguars zusammen mit seinem Stamm im mesoamerikanischen Regenwald. Als eines Tages Menschenjäger sein Dorf stürmen kann er seine hochschwangere Frau und seinen Sohn verstecken, wird aber selbst gefangen genommen. Zusammen mit anderen Gefangenen wird er in die Stadt geschleppt, um geopfert zu werden. Durch eine schicksalhafte Fügung gelingt ihm aber die Flucht und Pranke des Jaguars macht sich auf den Weg, seine Frau und seinen Sohn wiederzufinden…

Irgendwann lief im Fernsehen Apocalypto und mangels Alternativen ließ ich die Flimmerkiste laufen. Es hat keine fünf Minuten gebraucht, um mich völlig zu fesseln und meinen Puls bis zum Halse schlagen zu lassen. Mit einfachen Mitteln und bedächtigen Aufnahmen wurde eine innere Unruhe geschaffen, die kaum in Worte zu fassen ist. Apocalypto liefert über die gesamten zwei Stunden Spielzeit eine solche Intensität, die ich selten bei Filmen empfunden habe.

Dabei wird der Film im Original präsentiert, d.h. es wird eine Maya-Sprache gesprochen und die meisten von uns werden wohl Untertitel benötigen. Dies stört die Atmosphäre aber nicht im Geringsten, sondern verstärkt sie vielmehr. Mel Gibson, hier als Regisseur, Drehbuchautor und Produzent in Personalunion, schafft es durch eine akribische Vorbereitung und Darstellung von Details einen authentischen Streifen zu kreieren, der mit beeindruckenden Kostümen und Sets zu überzeugen vermag.

Es wird eine spannende, mitreißende und auch brutale Geschichte erzählt, die einen dokumentarischen Charakter besitzt, aber nichtsdestoweniger auch unterhält und im Actionbereich punkten kann. Apocalypto wird so zu einem grandiosen Filmvergnügen, welches man nicht so schnell vergisst.

DVD-Inhalt:
– Hauptfilm (ca. 133 min.)
– Making of (ca. 24 min.)
– Audiokommentar (nicht untertitelt)

25. Mai 2014 | Verfasst von in Hollywood, Independent & Co | 0 comments

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